Hilft eine Rasterbrille wirklich gegen Kurzsichtigkeit?

Kennst du eigentlich diese Rasterbrille, eine Brille mit Löchern, die dir verspricht, deine Kurzsichtigkeit in kurzer Zeit heilen zu können? Überall wird sie verkauft. Es wird dir versprochen, dass du nur ein paar Tage oder Wochen dieses Ding tragen musst und wie durch Zauberhand ist deine Kurzsichtigkeit vorüber.

Cool oder? *schön wäre es ja*.

Doch kann das wirklich funktionieren? Die Brille hat Löcher und diese sind im Raster angeordnet. Die Löcher, bei denen das einfallende Licht gebündelt wird, sind so klein, dass Du minimale Bewegungen in den Augen vollbringen musst, damit Du etwas sehen kannst. Dadurch siehst Du natürlich mit der Rasterbrille deutlicher und schärfer.

Mit den Augen passiert eigentlich nur eines, sie müssen sich schneller bewegen, damit sie da draußen überhaupt etwas erkennen können. Das ist eigentlich der einzige Nutzen mit einer Rasterbrille. Schnelle Bewegungen heißt aber auch bessere Durchblutung.

Aber – mit dieser Rasterbrille allein bekommst du deine Kurzsichtigkeit nicht weg. Mit einer Rasterbrille kannst du aber gegen das gewohnheitsmäßige Starren ansteuern.

Also noch mal auf den Punkt gebracht Kurzsichtigkeit wird durch eine Rasterbrille nicht beeinflusst.

Aber es ist sehr äußerst wichtig, die Gewohnheit des Starrens zu verlieren. Denn durch das Starren kommen nicht alle Seheindrücke in das Wahrnehmungssystem. Wie alles auf meiner Homepage, spreche ich hier aus eigener Erfahrung und eigener Wahrnehmung.

Überprüfe es selbst, wenn du ständig die Rasterbrille trägst, ob deine Kurzsichtigkeit sich wirklich verringert. Glaube mir nicht, prüfe es selbst.

Das einzige Mittel, das wirklich hilft, eine Kurzsichtigkeit zu heilen, ist die Angewohnheit von guten Sehgewohnheiten und ein paar wenige Details in Bezug auf Brillenstärke und die Arbeit mit dem Aktiven oder bewussten Fokussieren. Wenn du also das Gefühl als Kurzsichtiger hast, dass du viel starrst und deine Augen sich in der Ferne nicht mehr bewegeben, du also deine Wahrnehmung von der Welt mit einem einzigen starren Blick aufsaugen willst, so kann ich dir die Rasterbrille empfehlen.

Aber auch, wenn du keine Rasterbrille nutzt, achte darauf, dass du viele minimale Bewegungen in der Ferne ausführst. Springe von Auto zu Auto, von Ast zu Ast, von Buchstabe zu Buchstabe usw. Feine Bewegungen, langsam. Bewusst.

Ohje, da kommt noch was … achte unbedingt auf deine Atmung und vergesse sie nicht :-).

Die Ferne da draußen, schnelle Bewegungen mit den Augen – ups … Atmung? Wo bist du? Vielleicht kennst du das ja?

Alles ist Gewohnheit. Übe langsam in der Ferne und versuche beim Springen von A nach B, bewusst auf deine Atmung zu achten. Die Atmung darf nicht aussetzen. Alles muss fließen. Die Augen, die Augenbewegungen, die Atmung und auch die Schultern, der Nacken sollte entspannt bleiben.

Viel oder? Aber ich möchte dich darauf aufmerksam machen, dass erst alle diese Faktoren dafür zuständig sind, dass du wieder besser und deutlicher sehen kannst.

Die Rasterbrille hat mir persönlich dabei geholfen, mein Starren zu überwinden. Ich habe sie oft beim Fernsehen genutzt. Der Zeitraum betrug so ungefähr 3-5 Wochen. Ich kann mich gar nicht mehr so genau erinnern, aber danach habe ich gemerkt, dass meine Bewegungen der Augen sehr viel feiner waren, als noch vor dem Gebrauch der Rasterbrille. Dann habe ich damit begonnen, bewusst mit der Atmung zu spielen. Und immer darauf geachtet, dass meine Atmung nicht aussetzt und ich in der Ferne, wenn ich mich auf die Objekte konzentriere, weiter atme 🙂

Ich wiederhole aber nochmal, die Rasterbrille hat meine Kurzsichtigkeit nicht verändert. Prüfe selbst. Über Kommentare würde ich mich sehr freuen und hoffe, du kannst mit den Informationen hier auf meinem Blog, hier auf meiner Homepage etwas anfangen. Hinterlasse gerne einen Kommentar 🙂